San Health
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Blinddarmentzündung

Am Mittwoch war ich abends noch weg und habe was Interessantes kennengelernt, aber mitten in der Nacht bekam in der rechten Seite Schmerzen. Im halbwachen Zustand glaubte ich, meine Leber tue weh.

Kann die Leber überhaupt schmerzen?

Im Laufe des Donnerstags wanderte der Schmerz nach unten bis schlussendlich in die Leistengegend. Ich ging zwar in die Chorprobe aber ich konnte am Schluss nicht mehr stehend singen.

Also machte ich am Freitag einen Termin beim HMO. Nach einer kurzen Untersuchung und einer Urinprobe meinte die Aerztin, dass es eine Blindarmentzündung sein könnte, aber es sei nicht eindeutig und hat mir im Waid einen Termin für einen Ultraschall gemacht.

Also ging ich äusserst langsam wieder runter (das HMO Zentrum ist in Oerlikon auf einem Hügel) zum Bus und fuhr ins Waid. Das Gehen war schmerzhaft und wenn ich nicht aufpasste, gab es einen Stick in den Unterleib.

Im Waid bekam ich eine Infusion für den Fall, dass man mich sofort operieren müsste. Dabei brauchte ich doch nur einen Ultraschall. Ich wusste nämlich schon, dass ich mich bestimmt nicht operieren lassen würde.

Man sagte mir, ich dürfe weder essen noch trinken - nicht mal Wasser! Die lassen einem einfach verdursten. Auf meine Frage, warum nicht: für den Fall, dass man mich operieren müsste, müssen 6 oder 7 Stunden seit der letzten Nahrungsaufnahme zurückliegen. Ich frage mich, was bei einer Not-OP passiert? Und was das mit Wasser zu tun hat? Der Körper nimmt ja das Wasser auf und verarbeitet es.

Mit dem Wasser werden Schlacken abtransportiert und Nährstoffe zu den Zellen hintransportiert. Wissen die das denn nicht?

Ich wartete ungefähr eine Stunde bis ich zum Ultraschall abgeholt wurde. Ich musste natürlich das Gestänge auf Rädern mit der Infusion mitnehmen.Kreuz und quer durchs Spital.

Der Assistenzarzt, der mich quasi in der Notfallabteilung empfangen hatte, kam auch bald darauf und wollte zusehen. Ja, bin ich den ein Versuchskaninchen??

Ich fand es auch seltsam, dass er hinten links bei der linken Niere anfing - da tat es mir ja nicht weh. Irgendwann musste ich ihm sagen, dass er mir wehmacht, ich befürchtete, dass bald eine Rippe nachgeben würde. (Und das darf ich ja alles selber berappen, diese unnötigen Ultraschallerei!)

Seine Erklärung: er müsste etwas drücken, damit die Luft raus geht, dass könne nicht so weh tun. Darf ich bei Ihnen auch mal einen Ultraschall machen …?

Was auch nervte, war, dass die beiden sich unterhielten über meine Bilder. Er machte immer wieder Ausmessungen und scheinbar Bilder. Mir wurde unwohl, weil ich weiss, dass Ultraschall auch nicht ohne ist. Stundenlang beultraschallt zu werden ist sicher nicht gesund.

Als er dann endlich in der schmerzhaften Gegend war, war es schon vorsichtiger, drückte nicht mehr so fest, aber blieb viel länger an einer Stelle.

Ich hörte nichts von einer Blinddarmentzündung oder Appendizitis oder was ähnliches. Plötzlich allerdings sprachen sie von einer Gewebsplus. Sie wurden schon fast aufgeregt. Er holte sogar den Oberarzt.

Es scheint noch kein Durchbruch zu sein, denn ich werde abgewischt - am liebsten hätte ich geduscht, ich war hinten und vorne voll von der Creme. Und wieder ging es zurück in mein Vorhangkabäuschen.

Dann kam wieder ein Arzt. Das mit dem Blinddarm sei nicht eindeutig und sie hätten was gefunden, ein Gewebsplus, sie würden gerne eine Computer Tomografie machen. Dafür müsste ich was trinken. -> HA!

Ich bekam prepariertes Wasser, das ich innert eine Stunde trinken sollte. Es hörte sich so an, als ob das ein Problem sei. Für mich war es höchstens ein Problem, diese ca. 3/4 Liter nicht zu schnell zu trinken. Ich hatte Durst!

Ich hatte zwar Wasser dabei und habe ehrlich gesagt, auch davon getrunken, aber ich musste es mir einteilen.

Dann ging es ins CT. Mir graute davor, weil ich Spritzen hasse. Ich bekam das Mittel aber in die Infusion. Innert Sekunden spürte ich im unteren Bauchbereich eine ziemliche Wärme. Ich war richtig erstaunt, dass das so schnell ging.

Die Röhre war auch nicht lang, vielleicht einen halben Meter, selbst jemand mit Aengsten vor Enge und so, hätte keine Probleme gehabt. Einatmen, anhalten, ausatmen. Einatmen, anhalten, ausatmen. Einatmen, anhalten, ausatmen. So ging das eine ganze Weile, bis ich dann wieder zurück in mein Vorhang-Kabäuschen gehen konnte.

In der Zwischenzeit hatte der Schmerz abgeklungen. Nur wenn ich eine unvorsichtige Bewegung machte oder auf die Stelle drückte, spürte ich was.

Dann kam nach einer Weile der Oberarzt. Erzählte mir, dass sie eine Gewebsplus gefunden hätten und die müssten sie unbedingt mit einer Darmspiegelung ansehen. Ich müsste über’s Wochenende dort bleiben, bekäme Antibiotika und am Montag würden sie die Darmspiegelung machen. Je nach dem, was sie finden würden, gäbe es eine kleine oder grössere OP. Und wenn man dann schon dabei ist, nähme man gleich noch den Blinddarm raus, der ein bisschen entzündt ist.

Auf meine Frage, wieso sich so ein Blinddarm entzünden könne, oder wie man das verhindern könne, meinte er, das passiere einfach.

Ich sagte ihm, dass ich auf keinen Fall bleiben könnte, ich hätte 2 Katzen zu Hause und ich könne nicht einfach 3 Tage oder länger weg sein, die würden glatt verhungern.

Ha! Er kam nicht mal auf die Idee zu fragen, ob ich denn alleine wohne. Aber dann hätte ich noch mehr lügen müssen, denn ich musste ihm versprechen, am Samstag früh gleich anzutanzen. Aber ich wusste, dass ich zu 90% nicht zurückkommen würde. Das sagte ich ihm natürlich nicht. Denn er setzte mich so schon genügend unter Druck.

Ich wollte meine Unterlagen nachlesen, habe ein paar Telefongespräche geführt, habe geweint, habe mich Internet umgesehen und fand, dass es nicht nötig ist, den Blinddarm zu operieren. Der ist nämlich ein wichtiger Teil irgendeines wichtigen Körpersystems…

Auf Anraten “Wolfs” aus einem Internet-Forum, kaufte ich mir am gestern Morgen auf dem Märt ein paar Kilo Rüebli, entstaubte meine Saftmaschine und lies 3,5 dl Karottensaft raus, das ich langsam kauend zu Mittag ass. Abends gab es wieder Rüeblisaft.

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon keine Schmerzen mehr - ausser ich drückte drauf, was ich natürlich tunlichst vermied.

Am Sonntag gab/gibt’s wieder Karottensaft und mir geht es gut.

Wir sollten viel besser auf unseren Körper hören und weniger auf die messerschwingenden “Mediziner”.

Wo gibt es einen ganzheitlichen Arzt, der den Menschen noch als Ganzes sieht?



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